Durch eine Verzögerung am Start unserer Wanderung, da das Navi einige Teilnehmer zum Bahnhof Falkensee schickte, statt zum Bahnhof Finkenkrug, nutzte ich die Zeit, um die Mitwanderer über die Historie des kleinen Städtchens Finkenkrug zu informieren.

Dankend betonte ich, dass Wanderfreund Steffen Hauser, der auch einen Wanderblog unter Steffen | WanderFEELING betreibt, seine im April 2023 gewanderte Strecke mir zum Nachwandern überlassen hat. Besonders erfreute mich, dass ich Brandenburgs Wanderenthusiasten und Wanderblogger, Frank Meyer, begrüßen durfte, der mir die Ehre gab, sich mir auf dieser Tour anzuvertrauen…

Gruppenbild am Schlaggraben

Bei bestem Wanderwetter und bayrischem Himmel legten wir schließlich mit über 20 Wanderbegeisterten los und unser Weg führte zunächst am Schlaggraben entlang, wo auch das erste Gruppenfoto entstand. Wir querten die Große Moorbruchwiese und befanden uns nun im sagenumwobenen Bredower Forst, in dem es im Dunkeln zu gespenstigen Lichterscheinungen kommen soll. Diesem Phänomen konnten wir heute leider nicht beiwohnen, da die Wanderung dafür zu früh endete.

Dafür entschädigte uns die traumhafte Natur mit unendlichen Teppichen von aufgeblühten weißen Buschwindröschen, blauen Leberblümchen, grünem Schachtelhalm, Bärlauch mit aromatischen Zwiebelduft und das Gelb von Scharbockskraut und Huflattich.

Teppiche von Buschwindröschen

Am Ufer vom idyllisch gelegenen Nymphensee mit seinen zwei verträumten Inselchen, legten wir eine kurze Pause ein und ließen dabei die Seele baumeln. Jenseits der Finkenkruger Straße durchwanderten wir noch den nördlichen Teil vom Bredower Forst, der fast bis an den Havelkanal heranreicht, um dann wieder Kurs in Richtung der Brieselanger Urbanisation zu nehmen. Ein großer Teil der Gruppe kehrte hier mit mir noch beim Italiener zu einer geselligen Stärkung ein. Das Essen bot sich dabei als reichlich und sehr schmackhaft dar.

Felder mit Schachtelhalm

Ergänzend möchte ich auszugsweise die Worte von meinem geschätzten Wanderfreund Frank Meyer wiedergeben, wie er sie bei komoot für diese Wanderung gefunden hat und die ich für bemerkenswert erachte:

„[…] Bernd hatte nicht zu viel versprochen, quasi auf den Punkt genau waren das flächige Grün und die weiße Blüte omnipräsent und Bärlauch und Buschwindröschen gaben alles, um die Blicke auf sich zu ziehen. Ich selbst hatte die Wälder in dieser Gegend noch nicht im Frühjahr gesehen und war sehr verblüfft. Selbstverständlich gebührt das größte Lob für die Ausarbeitung der Strecke Wanderfreund @Steffen | WanderFEELING, auf dessen Tour vom April 2023 die Planung beruhte.

Wahrzeichen Brieselangs: Die Nymphe im Kreisverkehr

Im zweiten Teil schaffte es Bernd dann auch noch, spontan einen kleinen ‚Adventure‘-Abschnitt zur Auflockerung des Bewegungsapparates einzubauen. Das sagenumwobene Brieselanger Licht sahen wir zwar wegen der großen umgebenden Helligkeit nicht, aber auch sonst bildeten die Frühlingsboten, der älteste Naturlehrpfad Deutschlands, der Nymphensee und der Brieselanger Forst aus meiner Sicht ein schönes ‚Gesamtpaket‘.

Wie so oft bewegte sich die Gruppe am Ende gemütlich zur Einkehr, während ich den Zielsprint zum Bus für die Rückfahrt antrat.“

Nymphensee mit verträumten Inseln

Für weitere Impressionen verlinke ich zur Aufzeichnung der Tour bei komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2862835389

und hier die Aufzeichnung von Wanderfreund Frank Meyer: https://www.komoot.com/de-de/tour/2863112734

Am Abend erreichten mich dann unzählige Danksagungen die zum Konsens hatten, dass diese wunderschöne Wanderung in entspannter Atmosphäre, netter Begleitung mit interessanten Gesprächen, bei gutem Wetter, einfach in sich rundum stimmig war und gut von den Mitwanderern aufgenommen wurde.

Dafür gebührt allen mein großes Dankeschön! Bis zum nächsten Mal…

Das Ende der Wanderung: die verdiente Einkehr…

Bernd F. Bernhard
Zertifizierter DWV-Wanderführer®
Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer (BANU)
Spezialisiert auf Mehrtages-, Nacht- und Radwanderungen