…heute trafen sich über 20 gut gelaunte Wanderbegeisterte bei blauem Himmel und Sonnenschein am S-Bahnhof Lichterfelde Süd, um gegen 12:00 Uhr eine wirkliche Punktlandung bei der Baumblüte in der TV-Asahi-Kirschblütenallee hinzulegen. Übereinstimmend stellten wir fest, dass bei Rückkehr am Nachmittag die Blüten durch die Sonneneinstrahlung der vergangenen vier Stunden noch mehr ‚explodiert‘ waren.
Im sogenannten Dreiländereck, wo Berlin-Lichterfelde sowie die Brandenburger Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark zusammentreffen, konnten wir uns heute über einen besonders spektakulären Anblick der Kirschblütenallee erfreuen. Sie ist eine der längsten Kirschblütenalleen von Berlin-Brandenburg, mit über 1000 in rosa Farben aufgeblühten Japanischen Kirschbäumen. Ganz wie es in Japan zelebriert wird, schlugen wir unsere mitgebrachten Decken auf und picknickten unter den Bäumen, bevor die Heimfahrt angetreten wurde.

Aufblühende, endlose Rapsfelder (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Zuvor aber führte unser Weg zwischen aufblühenden Rapsfeldern mit weiter Sicht in die Landschaft, vorbei an Reiterhöfen mit unzähligen Koppeln und durch Sigridshorst hinein in die Altstadt von Teltow, wo wir uns im Garten vom ‚Café Dreikäsehoch‘ mit sehr schmackhaften Käsetorten aller Geschmacksrichtungen für die Rücktour stärkten.

Ein Prachtexemplar einer Traubenkirsche am Wegesrand (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Wir passierten die Ev. St. Andreaskirche, an deren Rückseite drei ihrer ehemaligen Glocken aus dem Jahre 1924 in einer Grünanlage ausgestellt sind. In Kriegszeiten entgingen sie glücklicherweise dem Einschmelzen. Hier befindet sich auch die Stempelstelle der Pilgerroute «Via Imperii». Diese verbindet Stettin mit Berlin, Wittenberg, Leipzig, Zwickau und Hof.

Glocken der Ev. St. Andreaskirche an der Via Imperii (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Beim Verlassen der Altstadt, um auf die andere Seite vom Zeppelinufer zu gelangen, gerieten wir in die Arbeiten zu einer Filmproduktion, die uns den schmalen Durchgang zunächst versperrten.
Am Teltowkanal angekommen, folgten wir ihm nun in östlicher Richtung und passierten dabei unzählige Gedächtnisstelen für Maueropfer, unter anderem für Peter Mädler, Karl-Heinz Kube, Roland Hoff, Günter Seeling und Klaus Garten. So gelangten wir entlang am Ufer zu der ‚Bleichstelle‘, einem verträumten Sumpfbiotop.

Das Biotop ‚Bleichstelle‘ am Teltowkanal (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Jetzt erreichten wir die Kirschblütenallee von der anderen Seite und liefen unter ihren rosafarbenen Blüten hindurch, um uns einen schön gelegenen Picknickplatz zu suchen. Einige der Teilnehmer zogen es jedoch vor, sich bereits gleich auf den Weg zum in der Nähe gelegenen S-Bahnhof zwecks Heimfahrt zu machen.

Picknick unter Kirschblüten (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Nach Sanierung mit Sperrung des Geländes der Kirschblütenallee im Vorjahr, wurden nun schicke Bänke, Papierkörbe sowie eine Tafel mit Informationen zur Zeit des Mauerbaus bis zum Mauerfall aufgestellt, die den Bereich der Kirschblütenallee zusätzlich verschönern, bzw. ergänzen.
Weitere Impressionen zur Wanderung finden sich in der WanderApp komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2899655471
Bernd F. Bernhard
Zertifizierter DWV-Wanderführer®
Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer (BANU)
Spezialisiert auf Mehrtages-, Nacht- und Radwanderungen
