Um auf den Spuren von Vereinsmitglied und Wanderbuchautor Manfred Reschke zu wandeln, traf sich heute eine kleine Wandergruppe bei hochsommerlichen Temperaturen am Bahnhof Griebo.
Nach meiner Begrüßung und Einstimmung auf die vor uns liegende Wanderung durch das Breslauer-Magdeburger-Bremer Urstromtal am Rande des südlichen Flämings bzw. in der Elbauenlandschaft, hieß ich auch noch mit Heiner Majewski einen Vertreter des MWB herzlich willkommen.
Die ersten Attraktionen am Weg waren die historische Wassermühle Untermühle Griebo, der Grieboer Graben und der traumhafte Blick hinunter ins Elbtal im Biosphärenreservat Mittlere Elbe. Über einen alten Treidelpfad und dem Lindenweg gelangten wir zum Nandu- und Schafhof am Elberadweg. Kurz darauf kam der Kirchturm von Coswig in Sicht.

Blick über die Elbe auf Schloss Coswig (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Nach einem kleinen Stadtrundgang, der neben St. Nicolai-Kirche, auch die Unter- und Oberfischerei sowie das Schloss einbezog, begaben wir uns flotten Schrittes zur Gierseilfähre, die schon auf uns wartete. Nur an einem Seil geführt, brachte sie uns mit der Kraft des Stromes an das andere Ufer beim Restaurant Elbterrassen.
Jetzt lag ein schier endloser Weg vor uns, den es ungeschützt bei 30° zu meistern galt. Er ging teilweise schon richtig an die Substanz, war aber leider nicht anders planbar. Eine kurze Rast am Boden eines Waldweges ließ uns etwas verschnaufen. Schließlich erreichten wir die Wörlitzer Gartenlandschaft hinter einem Hochwassertor.
Im lichten Schatten der dortigen Bäume war das Vorankommen wesentlich angenehmer und so liefen wir alle wichtigen Highlights dieser prachtvollen Gartenlandschaft nacheinander an. Die Luisenklippe, der Venustempel und die Kettenbrücke folgten. In Nähe des Floratempels gönnten wir uns am dortigen Kiosk eine dringend benötigte Erfrischung und bekamen dabei Besuch von einem freilaufenden Pfau.

Luisenklippe im Wörlitzer Park (Foto: ©Bernd F. Bernhard)
Es folgten: die Hornzackenbrücke, der Parksee, der Weiße Pavillon, Nymphäum Wörlitz, die Agnesbrücke, die Ahnenhalle und das Pantheon im Wörlitzer Park. Vorbei an der Amaliengrotte, dem roten Wallwachhaus und dem Piemonteser Bauernhaus gelangten wir zur Villa Hamilton auf der Insel Stein. Zu besonderen Anlässen speit der nachgebildete Vesuv sogar Feuer und Rauch, als Erinnerung des Fürsten an seine Italien Reise.
Vorbei an der Amtsfähre und über die Holländische Brücke, einer Zugbrücke, erreichten wir Schloss Wörlitz und schließlich den Gondelhafen. Über den Durchgang vom historischen Gasthof „Zum Eichenkranz“ verließen wir nun das Parkgelände und liefen zur Straße ‚Neue Reihe‘, wo wir im Gasthaus Ziegler mit einer Punktlandung um 17:00 Uhr unsere reservierten Tische erreichten.

Das Gotische Haus (Foto: Bernd F. Bernhard)
Der georderte Rufbus kam pünktlich um 19:00 Uhr und brachte uns sicher zum Bahnhof in Dessau, von wo wir die Heimfahrt antraten. Damit endete ein wunderschöner Tag mit besonderen Erlebnissen und nur leider zu hohen Temperaturen…
Weitere Impressionen zur Tour finden sich in ihrer Aufzeichnung bei komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2976546120
Bernd F. Bernhard
Zertifizierter DWV-Wanderführer®
Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer (BANU)
Spezialisiert auf Mehrtages-, Nacht- und Radwanderungen
