Zuerst empfing uns Jena als offene, bunte und kreative wie auch historische Stadt mit extremen Sportpotential. Bei beinahe optimalem Wanderwetter wollten wir den Qualitätswanderweg „Saalehorizontele“  bei Jena  in Teilen erwandern. Nicht weit aber hoch. Denn die Etappen waren bei moderaten Entfernungen von unter 15 km eigentlich machbar. Doch morgens ging es immer erst einmal steil bergan, um zu Mittag nochmals das Tal zu queren, um dann am Abend endgültig wieder hinab zu steigen.

 

Carl Zeiss, Gründer der Zeisswerke (Foto: ©Steffen Hercher)

Die erste Etappe führte uns auf Napoleons Spuren von Zwätzen zur Papiermühle. 1806 fand hier die Schlacht bei Jena und Auerstedt statt. Von den Feldherrenhügeln bot sich aber auch ein herrlicher Blick über Jena bis weit in den Süden. In der Papiermühle gab es Selbstgebrautes und Gekochtes.

Am Mittwoch ging es über blühende Frühlingswiesen in eines der vielen kleinen und feinen Dörfer. Im schmucken Laasan standen frisch geweißte Bauernhäuser, das Brauhaus und natürlich auch Napoleon. Über den Jenzigrücken liefen wir hinab nach Wogau, unserem Tagesziel.

 

Altes Brauhaus (Foto: ©Steffen Hercher)

Eine besondere Etappe führte uns von Dornburg hinauf zu seinen prächtigen Schlössern.  Hoch über der Saale kamen wir an mehreren Startplätzen der Paragleiter vorbei, mit  immer wieder herrlichem Fernblick zu den umliegenden Burgen, auf Jena und in die kleinen Saaledörfer.

 

Rokokoschloss der Dornburger Schlösser (Foto:©Steffen Hercher)

Die Etappe von Wöllnitz über die Kupferplatte hatte es in sich. Hoch über Jena schlängelte sich ein schmaler Pfad – Gegenverkehr wäre hier echt kritisch – hin zur Studentenrutsche. Eine geologische Senke über den gesamten Hang erhielt hier diesen Namen. Vielleicht, weil man es sich heimlich wünschte, dass die Studenten, nachdem sie die Philister um viele Groschen erleichtert hatten, hier im Vollrauch hinabstürzen sollten. Die Anstrengungen hinab nach Ziegenhain und wieder hinauf zum Fuchsturm haben sich gelohnt. Im Berggasthof Fuchsturm konnten wir entspannt sitzen und die thüringische Küche genießen. Immer bergab ging es vorbei an den Fuchslöchern zu unserem Hotel.

 

Geselliges Beisammensein im Irish Pub zum Tagesausklang

 

Eine anstrengende und schöne Woche haben wir am Samstag mit einem Kulturbummel beendet.

 

Kulturtag (Foto: ©Steffen Hercher)

 

Steffen Hercher
Zertifizierter DWV-Wanderführer®
Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer (BANU)